
© Sunny studio – stock.adobe.com
Aufgrund der Aktualität und der Forderung nach weiterer Verbreitung von Schulgesundheitsfachkräften (SGFK) an Schulen in Deutschland möchten wir mit diesem Beitrag auf den Vortrag am Freitag zur Tätigkeit einer Schulgesundheitsfachkraft aufmerksam machen und laden Sie ein, dieses Berufsfeld näher kennenzulernen.
Was kann die Schulgesundheitspflege leisten?
Die Schulgesundheitsfachkraft gewinnt in Deutschland wieder zunehmend an Bedeutung. Sie unterstützt Kinder und Jugendliche im Schulalltag medizinisch sowie pflegerisch und fördert ihre Gesundheit sowie ihre Bildungschancen. Die enge Verbindung zwischen Gesundheit und Bildung ist wissenschaftlich belegt. Die WHO empfiehlt, Schulgesundheitsdienste mit qualifiziertem Personal wie Schulgesundheitsfachkräften (SGFK) auszustatten.
Die Schulgesundheitsfachkraft gewinnt in Deutschland wieder zunehmend an Bedeutung. Sie unterstützt Kinder und Jugendliche im Schulalltag medizinisch sowie pflegerisch und fördert ihre Gesundheit sowie ihre Bildungschancen. Die enge Verbindung zwischen Gesundheit und Bildung ist wissenschaftlich belegt. Die WHO empfiehlt, Schulgesundheitsdienste mit qualifiziertem Personal wie Schulgesundheitsfachkräften (SGFK) auszustatten.
In vielen europäischen Ländern sind multiprofessionelle Teams mit Pflegekräften, Ärzt:innen, Psycholog:innen und Sozialarbeiter:innen an Schulen etabliert. In Deutschland hinken wir hier hinterher! Dadurch sind Schulen bei der Betreuung chronisch kranker oder psychosomatisch belasteter Schüler:innen oft überfordert, bzw. Kinder und Jugendliche sind gar von sozialer Teilhabe durch Schulbesuch ausgeschlossen. Hier bedarf es weiterer politischen Anstrengungen im öffentlichen Gesundheitswesen.
Modellprojekte in Deutschland haben gezeigt, dass die SGFK einen erheblichen Nutzen bringen: Sie verbessern das Schulklima, fördern die Integration chronisch kranker Kinder und reduzieren Fehlzeiten. Eltern werden entlastet, da sie seltener wegen kleiner Beschwerden ihre Arbeitsstelle verlassen müssen – und wissen ihre Kinder bei gesundheitlichen Problemen gut betreut. Bei Bagatellunfällen wird seltener der Rettungsdienst angefordert, teilweise können Krankenhausaufenthalte ganz vermieden werden. Auch Lehrkräfte und Schulsekretariate profitieren durch weniger gesundheitliche Sonderaufgaben. Schulgesundheitsfachkräfte können Krankheitskosten senken und niedergelassene Kinder- und Jugendärzt:innen entlasten. Gerade im Zeitalter von Fachkräftemangel können sie einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag leisten, der sich – bereits evaluiert – auch ökonomisch rechnet.
Zudem entwickeln Schüler:innen mehr Gesundheitskompetenz, psychosoziale Beschwerden werden frühzeitig erkannt und betreut. SGFK leisten damit einen Beitrag zur besseren Teilhabe an Bildung, erfolgreichem Lernen und zur Prävention von Schulabsentismus und ggf. weiteren Problemen.
Anhand eines Fallbeispiels wird deutlich gemacht, welche Stolpersteine auf dem Weg zu bewältigen sind und wie Inklusion gelingen kann – gemäß unserem Kongressmotto Gemeinsam ins Leben!
Bettina Beyer-Lichtblau
BeKD